Der globale Markt für Quantencomputing gewinnt weiter deutlich an Dynamik. Laut dem Bericht State of Quantum 2026 von IQM Quantum Computers und The Quantum Insider stieg die Zahl der erfassten Verträge seit 2021 um mehr als das Sechsfache auf insgesamt 121 Deals mit einem geschätzten Gesamtwert von 2,6 Milliarden US-Dollar. Allein 2025 flossen 8,3 Milliarden US-Dollar in Quantencomputing-Unternehmen.

Gleichzeitig befindet sich die Branche weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase. Zwar sind inzwischen mehr als 50 Quantencomputer-Installationen an Hochleistungsrechenzentren (HPC) in 14 Ländern aktiv oder im Aufbau, doch die meisten Unternehmen arbeiten noch mit Pilotprojekten statt produktiven Anwendungen.

Ein zentraler Trend des Jahres 2026: Kunden bewerten Anbieter nicht mehr allein nach der Zahl der Qubits. Wichtiger werden Faktoren wie Systemtransparenz, Integrationsfähigkeit, Datenhoheit, Software-Ökosysteme und die Möglichkeit, eigenes Know-how aufzubauen. Die Branche richtet ihren Blick zunehmend auf fehlertolerante Quantencomputer, deren Marktreife von den meisten Anbietern für den Zeitraum 2029 bis 2031 erwartet wird.

Als größte Hürde für eine breitere Nutzung nennen Organisationen den Mangel an qualifizierten Fachkräften. Hinzu kommen fehlende Algorithmen, mangelnde Standards sowie Unsicherheiten beim wirtschaftlichen Nutzen der Technologie.

Der erstmals erhobene „Quantum Readiness Index“ zeigt, dass die meisten Organisationen zwar Interesse, Budgets und erste Projekte vorweisen können, die praktische Umsetzung und die Entwicklung eigener Anwendungen jedoch noch hinterherhinken. Besonders fortgeschritten sind HPC-Zentren und öffentliche Forschungseinrichtungen.

Fazit: Die Quantenindustrie entwickelt sich von einer Forschungs- und Experimentierphase hin zum gezielten Aufbau von Fähigkeiten. Wer heute in Talente, Infrastruktur und praktische Erfahrung investiert, verschafft sich laut Bericht entscheidende Vorteile für die Ära fehlertoleranter Quantencomputer.