Physiker der Universität Paderborn haben erstmals experimentell die sogenannte „Wiederkehr“ von Rabi-Oszillationen in Halbleiter-Quantenpunkten nachgewiesen. Das Phänomen, das bereits 2007 theoretisch vorhergesagt wurde, beschreibt die Abnahme der Emmissionsintensität der Quantenpunkte, die durch Wechselwirkungen mit den Gittervibrationen eines Festkörpers (Phononen) zunächst gedämpft werden.
Erst durch eine ausreichend starke Lichtanregung kann die ursprüngliche Intensität wiederhergestellt werden und die Oszillation „erwacht“: ein Effekt, der bislang nur in idealisierten theoretischen Modellen existierte und nun bewiesen wurde. Die Ergebnisse, die in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht wurden, markieren einen entscheidenden Schritt hin zu skalierbaren Quantenanwendungen.
„Es ist ein Meilenstein, dass wir diesen fundamentalen quantenmechanischen Effekt nun endlich experimentell beobachten und nachvollziehen können“, sagt Prof. Dr. Klaus Jöns, Leiter der Arbeitsgruppe „Hybrid Quantum Photonic Devices“ am Department Physik. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir mit Halbleiter-Quantenpunkten heute in der Lage sind, quantenoptische Prozesse mit einer Präzision zu steuern, die früher nur mit natürlichen Atomen möglich war“, so Prof. Jöns weiter.
- Textquelle: https://www.uni-paderborn.de/nachricht/159790 (Abruf 30.07.2026)
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