Das Forschungszentrum Jülich und das Start-up eleQtron haben Anfang September den Quantencomputer JION offiziell in Betrieb genommen. Das System basiert auf einer Ionenfallen-Technologie, die in Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde, und soll künftig über die Quantencomputing-Infrastruktur JUNIQ für Forschende und Unternehmen zugänglich sein.

JION wird mit den Hochleistungsrechnern des Jülich Supercomputing Centre kombiniert und ermöglicht damit hybride Anwendungen, bei denen klassische und quantenbasierte Rechenverfahren zusammenarbeiten. Ziel ist es, neue Möglichkeiten für wissenschaftliche Fragestellungen und industrielle Anwendungen zu erschließen, etwa in den Bereichen Materialforschung, Logistik, Chemie oder maschinelles Lernen.

Das System entstand im Rahmen des Förderprojekts EPIQ („Entwicklungspartnerschaft Ionenfallen-Quantencomputer in NRW“), das vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund 21 Millionen Euro unterstützt wird. Parallel wurden weitere Fördermaßnahmen für den Ausbau der Quantencomputing-Infrastruktur in NRW vorgestellt, darunter die Projekte SQALING und Q-STAR.NRW.

Mit der Integration von JION in die Jülicher Nutzerplattform JUNIQ baut das Forschungszentrum seine Rolle als Standort für Quanten- und Hochleistungsrechnen weiter aus.

Viele Mitglieder, beide Sprecher und ein Team der Geschäftsstelle von EIN Quantum NRW waren vor Ort.